Glossar

Bebauungsplan.

Ein verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der die zulässige Art und das Maß der baulichen Nutzung eines Grundstücks parzellenscharf festsetzt. Er bildet die rechtliche Grundlage für Genehmigungen und ist ein zentrales Steuerungsinstrument der Stadtentwicklung.

Was regelt ein Bebauungsplan?

Der Bebauungsplan legt unter anderem die zulässige Nutzungsart (z. B. Wohngebiet, Mischgebiet), das Maß der baulichen Nutzung (GRZ, GFZ), Bauweisen, überbaubare Grundstücksflächen sowie Festsetzungen zu Verkehrsflächen, Grünflächen und Immissionsschutz fest.

Wie entsteht ein Bebauungsplan?

Er wird im zweistufigen Verfahren von der Gemeinde aufgestellt: nach einem Aufstellungsbeschluss folgt die frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung, eine Offenlage des Entwurfs und schließlich der Satzungsbeschluss. Erst mit Bekanntmachung wird der Plan rechtsverbindlich.

Welche Bedeutung hat er für Projektentwickler?

Der Bebauungsplan ist der wichtigste Anhaltspunkt für die Frage, was auf einem Grundstück realisiert werden darf. Eine sorgfältige Analyse seiner Festsetzungen entscheidet über das wirtschaftliche Potenzial einer Liegenschaft – inklusive möglicher Befreiungen nach § 31 BauGB.