Glossar

Nachverdichtung.

Die zusätzliche bauliche Nutzung bereits bebauter oder erschlossener Flächen – etwa durch Aufstockung, Anbau, Lückenschluss oder Umnutzung. Nachverdichtung ist ein zentrales Instrument der Innenentwicklung und Ressourcenschonung.

Welche Formen der Nachverdichtung gibt es?

Typische Varianten sind die Aufstockung bestehender Gebäude, Dachausbauten, Anbauten, das Schließen von Baulücken sowie die Umnutzung untergenutzter Flächen wie Parkplätzen oder Hinterhöfen. Auch der Ersatz von Bestand durch dichtere Neubauten zählt dazu.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten?

Maßgeblich sind die Festsetzungen des Bebauungsplans bzw. § 34 BauGB im unbeplanten Innenbereich. Hinzu treten Abstandsflächen, Stellplatzpflichten, Brand- und Schallschutz sowie Belange des Denkmal- und Nachbarschutzes.

Welche Vorteile bietet Nachverdichtung?

Nachverdichtung nutzt vorhandene Infrastruktur, schont Freiflächen und reduziert die Neuversiegelung. Sie schafft Wohnraum und Nutzungsangebote in nachgefragten Lagen und kann lokale Quartiere stärken – sofern Maßstab und Qualität sorgfältig austariert sind.